UPDATE: Warmblood Fragile Foal Syndrome (Ehlers-Danlos Syndrom)

Laboklin als alleiniger Inhaber des Untersuchungrechts in Deutschland

Das Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS) ist eine erbliche Bindegewebsschwäche, die sich bereits direkt nach der Geburt des Fohlens bemerkbar macht. Die Symptome sind vergleichbar mit dem Ehlers-Danlos-Syndrom beim Menschen. Die Haut ist extrem brüchig und reißt schon bei leichten Berührungen. Neben zahlreichen Verletzungen am ganzen Körper und Umfangsvermehrungen an den Gelenken (Gelenkhydrops), können auch das Zahnfleisch und die Schleimhäute betroffen sein. Die Gelenke sind überstreckbar, am deutlichsten ist dies bei den Fesselgelenken zu sehen. Betroffene Fohlen können daher meist nicht normal stehen. Aufgrund der schlechten Prognose werden Fohlen mit WFFS kurz nach der Geburt euthanasiert.

Nicht alle von WFFS betroffenen Fohlen kommen nach der normalen Trächtigkeit zur Welt, auch Frühgeburten und Aborte aufgrund von WFFS sind bekannt.

Das Warmblood Fragile Foal Syndrome wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein Fohlen nur erkranken kann, wenn es je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte Gen tragen. Trägertiere, die nur ein verändertes Gen von Vater oder Mutter geerbt haben, sind klinisch völlig unauffällig, geben die Erbanlage jedoch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass bis zu 25% der Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Der Gentest ist hier die einzige Möglichkeit eine solche Anpaarung zu vermeiden.

Die Trägerfreuquenz (Genotyp N/WFFS) bei europäischen Warmblutpferden wurde 2012 mit knapp 10% beschrieben, aktuelle Zahlen belegen, dass sie vermutlich um einiges höher ist (bis zu 20%).

Die für WFFS verantwortliche Mutation wurde von der Arbeitsgruppe um Dr. Nena J. Winand an der Cornell University gefunden. LABOKLIN konnte die exklusive Lizenz für den WFFS-Gentest erwerben und besitzt das alleinige Untersuchungsrecht in Deutschland.

30.05.2018

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