Ranaviren

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Allgemeine Informationen

Ranaviren sind behüllte Doppelstrang-DNA-Viren und gehören zur Familie Iridoviridae. Sie treten weltweit auf und haben ein sehr breites Wirtsspektrum, sie können zwischen verschiedenen Tierspezies und sogar -klassen übertragen werden. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, Umweltkontaminationen oder Kannibalismus (bzw. Fressen infizierter Tiere).

Bei Amphibien werden Ranaviren zunehmend nachgewiesen. Ranaviren können bei diesen Tieren systemische Erkrankungen und Massensterben auslösen. Klinisch unterscheidet man eine hämorrhagische Form und eine Hautform. Klinisch können sich Hautrötungen, v.a. am Bauch und Oberschenkel, Ulzerationen an den Zehen und eine erhöhte Blutungsneigung zeigen. Einige Tiere sterben, ohne vorher klinisch krank zu erscheinen, während andere inapparente Träger sein können.

Bei Reptilien treten Ranaviren v.a. bei Schildkröten auf, wo sie mit Stomatitis, Rhinitis, Pneumonie und Leberveränderungen in Zusammenhang stehen. Bei Echsen scheinen Ranaviren eine Rolle bei Hautveränderungen, Stomatitis, granulomatösen Veränderungen und Massensterben zu spielen. Bei Schlangen sind Veränderungen im Maul und an der Leber beschrieben.

Ranaviren werden auch bei Fischen nachgewiesen. Bei Fischen kann eine Infektion klinisch inapparent verlaufen oder es kommt zu systemischen Erkrankungen mit Massensterben.