Lymphozytäre-Choriomeningitis-Virus (LCMV)

Allgemeine Informationen

Das Hauptreservoir des zu den Arenaviren gehörenden LCMV ist die Hausmaus. Vom LCMV befallene Zellen exprimieren Antigene und werden durch zytotoxische T-Lymphozyten erkannt. Diese Lymphozytenaktivität macht auch die Blut-Hirn-Schranke durchlässig, so dass Hirnhäute und Neurone geschädigt werden.

Die Infektion adulter Mäuse führt zu Choriomeningitis. Die intraunterine oder neonatale Infektion verursacht bei Mäusen dagegen i.A. symptomlose Dauerausscheidung, wobei solche Tiere im Lauf des Lebens Immunkomplexe bilden, die zu Glomerulonephritiden
führen. Bei Meerschweinchen und Hamstern verläuft eine LCMV-Infektion oft subklinisch, es sind jedoch auch Konjunktivitis, Blepharitis, respiratorische Symptome, Tremor, Krämpfe und Lähmungen beschrieben. Übertragung von LCMV erfolgt diaplazentar und mit allen Se- und Exkreten.

Beim Menschen führt LCMV selten zu Choriomeningitis; meist verläuft die Infektion symptomlos oder mit milden grippeähnlichen Symptomen. Bei einer Infektion im zweiten Teil der Schwangerschaft kann es zu schwerer Schädigung des Fetus kommen.