Toxoplasmen können auch mikroskopisch im Kot von Katzen nachgewiesen werden (Leistung 149 Parasitologische Untersuchung/ Endoparasiten).

Allgemeine Informationen

Toxoplasma gondii ist ein obligat intrazellulärer, zur Klasse der Kokzidien gehörender Parasit. Er ist ubiquitär verbreitet und verursacht Krankheitsbilder in allen Warmblütern, einschließlich des Menschen.

Weltweit haben mehr als 1 Mrd. Menschen Antikörper gegen Toxoplasmen. Neben Fieber und erkältungsähnlichen Symptomen ist die congenitale Infektion in der Schwangerschaft gefürchtet. Die intrauterine Infektion des Fetus erfolgt ca. 3 - 4 Wochen nach Erstinfektion einer seronegativen Mutter, wenn die Plazentaschranke überwunden wird und es zur Plazentitis kommt. Fehlgeburten und schwere neurologische bzw. ophthalmologische Erkrankungen beim Neugeborenen können auftreten. Die Katze, als Endwirt, scheidet für ca. 3 Wochen Oozysten aus, die nach etwa 2 - 4 Tagen (je nach Temperatur) sporulieren und infektiös werden (tägliche Katzenkloreinigung!).

Eine weitere Infektionsquelle stellt mit Gewebezysten belastetes Fleisch dar, welches vor dem Verzehr nicht ausreichend gegart wurde. Als Hauptansteckungsquelle gilt allerdings Gartenarbeit, bei der Oozysten über kontaminierte Erde (Aerosole) aufgenommen werden können.

Katzen können gleichzeitig auch Zwischenwirt sein, sie erkranken selten, doch sind die Symptome je nach Lokalisation der Gewebezysten gelagert. Es kommt beispielsweise zu Hepatitis, Cholangitis, Dyspnoe, bei ZNS-Beteiligung zu Ataxien, motorischen Ausfällen und epileptiformen Anfällen. Es treten zudem Uveitis und Chorioretinitis auf. Eine gleiche Symptomatik ist auch beim Hund anzutreffen.

Beim Schafen und Ziegen werden weltweit ca. 10% der Aborte auf T. gondii zurückgeführt.

Der Nachweis von Toxoplasma gondii ist in Deutschland meldepflichtig bei Katzen, Hasen, Kanin­chen, Pferden, Wiederkäuern, Schweinen und anderen, insbesondere Lebensmittel liefernden Säugetieren.