Sarcoptes kann auch mikroskopisch nachgewiesen werden (Leistung 174 Parasitologische Untersuchung / Ektoparasiten).

Allgemeine Informationen

Sarcoptes scabiei ist die einzige Art der Gattung Sarcoptes. Die bei den einzelnen Wirten vorkommenden Sarcoptesmilben werden dabei als Varietäten von S. scabiei angesehen. Die Varietäten sind meist wirtsspezifisch, jedoch können die Grabmilben auch auf andere Wirte übergehen, sich dort aber in der Regel nicht dauerhaft ansiedeln.

Sarcoptes scabiei varietas canis ist der Erreger der Sarcoptes-Räude beim Hund. Als Reservoirtiere gelten Rotfüchse. Gelegentlich kann die Milbe auch beim Frettchen, Kaninchen, Meerschweinchen und bei der Katze und den Menschen auftreten.

Die Übertragung erfolgt durch direkten Tierkontakt, aber auch indirekt über die kontaminierte Umgebung. Beim Hund scheint die indirekte Übertragung zunehmend an Bedeutung zu gewinnen. Der gesamte Entwicklungszyklus der Grabmilben spielt sich auf dem Wirtstier ab. In abgescheuertem Hautmaterial können die Milben in feuchter, kühler Umgebung bis zu 3 Wochen überleben.

Die Milben graben ihre Tunnel in die Hornschicht der Haut. Bevorzugt werden wenig behaarte Stellen der Haut, sodass sie am häufigsten auf Ohren, Ellbogen, Unterbauch und Sprunggelenken anzutreffen sind. Breitet sich die Erkrankung weiter aus, können auch größere Körperbereiche besiedelt werden. Klinisch steht der massive Juckreiz der Tiere, der bei Wärme oft verstärkt wird, im Vordergrund.

Beim Schwein breiten sich die Milben beginnend von der Ohrmuschelinnenseite aus. Die Kopfräude des Rindes betrifft vorzugsweise Kopf und Hals, kann aber auch auf das Euter übergehen. Räude führt zu Leistungseinbußen.