Allgemeine Informationen

Die "Kaninchensyphilis" (Spirochaetosis cuniculi) wird durch das hochkontagiöse Bakterium Treponema paraluiscuniculi hervorgerufen. Empfänglich sind nur Kaninchen und Hasen, eine Ansteckung des Menschen ist nicht möglich. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, üblicherweise beim Deckakt. Aber auch über andere Schleimhautkontakte sowie Einstreu und Futter können sich die Tiere infizieren. Die Kaninchensyphilis tritt in der Regel als chronische Erkrankung auf, latente Infektionen sind jedoch ebenfalls möglich. Die Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate. Erste klinische Symptome zeigen sich als ödematöse Schwellungen und Knotenbildung an den äußeren Geschlechtsorganen. Im weiteren Verlauf zerfallen diese Knötchen geschwürartig und verkrusten eitrig. Durch Belecken der betroffenen Anogenitalregion werden häufig noch andere Hautpartien, wie beispielsweise Lippen, Augenlider oder Ohrränder betroffen.