Allgemeine Informationen

Salmonellen gehören zu der Familie der Enterobacteriaceae und kommen im Darm von Tieren und Menschen vor. Eine Infektion erfolgt in den meisten Fällen fäkal-oral oder über Fütterung von rohem Fleisch.

Salmonelleninfektionen kommen bei fast allen Tierarten vor. Hund und Katze besitzen im Vergleich zu pflanzenfressenden Haustieren eine höhere Resistenz gegenüber Salmonelleninfektionen. Bei begünstigenden Faktoren führen Salmonellosen zu Diarrhöen mit Erbrechen und Fieber, ebenfalls treten septikämische Verlaufsformen bei Jungtieren auf. Bei Reptilien und Amphibien können Salmonellen zu der normalen Darmflora gehören. Bei diesen Tieren treten klinisch relevante Salmonellosen im Zusammenhang mit Immunschwäche auf.

Rund 10 % aller menschlichen Salmonellenerkrankungen, die mit Durchfallerscheinungen einhergehen, sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf direkten Kontakt mit ausscheidenden Hunden, Katzen und insbesondere Reptilien zurückzuführen.

Auch unter den Salmonellen finden sich - v.a. bei Nutztieren - seit einiger Zeit ESBL-Bildner. Aufgrund der ESBL-Problematik ist die Erstellung eines Antibiogrammes zwingend erforderlich.

In Deutschland anzeigepflichtige Tierseuche bei Rindern. Bei anderen Tierarten meldepflichtig.