Ehrlichia canis kann auch mikroskopisch im Buffy Coat nachgewiesen werden.

Allgemeine Informationen

Infektionen mit Ehrlichien treten weltweit auf. Ehrlichien sind gramnegative, obligat intrazelluläre Bakterien, gehören zu den Rickettsien und werden durch Zecken übertragen. Je nach Region unterscheiden sich die Zeckenarten und somit auch die Ehrlichien-Spezies. Während in den Mittelmeerländern und tropischen sowie wärmeren Gebieten (Portugal, Kanaren, USA, Asien, Australien) eher Rhipicephalus sanguineus, der Hauptüberträger von E. canis, zu finden ist, findet sich im mittel- und nordeuropäischen Raum Ixodes ricinus. Nach Deutschland verschleppte R. sanguineus können allerdings in beheizten Räumen überleben. Die Infektion mit Ehrlichia canis stellt eher noch eine "klassische" Reisekrankheit dar oder kommt bei Importtieren vor.

Bei einer Infektion mit E. canis kommt es zur Infektion der Monozyten und somit zur caninen monozytären Ehrlichiose (CME). Die Inkubationszeit beträgt etwa 8 - 20 Tage, die dann in eine akute Phase von 2 - 4 Wochen übergeht. Klinische Symptome sind meist unspezifisch: Fieber, Anorexie, Dyspnoe, Anämie, Lymphadenopathie. In seltenen Fällen treten ZNS-Störungen auf. In den ersten 10 - 20 Tagen sieht man Thrombozytopenie, wobei es aber eher selten zu spontanen Blutungen kommt. Danach kommt es unbehandelt zu einem monate- bis jahrelangen subklinschen Stadium oder zu chronischen Infektionen, die häufig mit Hypergammaglobulinämien einhergehen. E. canis kann auch Katzen infizieren!