Zytologie

Proben können vor allem als Abklatsch, Geschabsel oder Punktion (mit und ohne Aspiration) genommen werden. Die Feinnadelaspiration ist die häufigste Technik. Verwendet wird eine Spritze mit aufgesetzter feiner Kanüle (G22 - G27). Es wird ein Unterdruck erzeugt und das Gewebe möglichst mehrfach in verschiedenen Richtungen durchstochen. Vor Entnahme der Kanüle ist der Unterdruck zu beseitigen, um ein Zurückgleiten des Materials in die Spritze zu vermeiden. Anschließend wird das gewonnene Material mit Überdruck aus der Kanüle randständig auf einen Objektträger verbracht. Ein zweiter Objektträger wird im rechten Winkel flach auf diesen gelegt und dann vorsichtig zur Seite weggezogen. Bei flüssigerem Material wird der zweite Objektträger in einem schrägen Winkel (45°) – wie bei einem Blutausstrich – weggezogen.

Zur zytologischen Untersuchung von Punktaten, Exkreten oder Sekreten werden die gewonnenen Flüssigkeiten bei 2500 - 3000 Umdrehungen/Minute drei bis fünf Minuten zentrifugiert. Der Überstand wird dekantiert und der Bodensatz vorsichtig wie bei einem Blutausstrich ausgestrichen und luftgetrocknet verschickt. Werden die Punktate direkt verschickt, so sollten EDTA-Röhrchen als Probengefäße verwendet werden.

Für die Bronchial-, Konjunktival- und Vaginalzytologie sollte der gewonnene Tupfer (Cytobrush) auf einem Objektträger abgerollt und nicht ausgestrichen werden.

Alle Ausstriche sollten generell luftgetrocknet, aber nicht fixiert und nicht gefärbt eingesandt werden. Das Wichtigste ist, einen dünnen Ausstrich aus einer Zelllage (Monolayer) herzustellen. Zu dicke Ausstriche sind der häufigste Grund für eine Einschränkung der Qualität bis hin zur Nichtbeurteilbarkeit.