Specific features

Blutbilder

 

  • EDTA- oder Lithium-Heparin-Blut
  • Bei der Probenentnahme möglichst die ersten 0,5 ml Blut verwerfen, da hier eine erhöhte Menge Gerinnungsfaktoren enthalten ist oder zuerst Serumprobe entnehmen.
  • Blut langsam am Röhrchenrand entlang laufen lassen.
  • Füllmenge beachten! Möglichst bis zur Markierung füllen, da bei zu geringer Füllmenge die Zellmorphologie verändert sein kann, auf keinen Fall überfüllen, da sonst die Probe gerinnen kann.
  • Nach Beendigung der Probenentnahme das Probenröhrchen vorsichtig schwenken.
  • Blutausstriche nicht im Kühlschrank und nicht in der Nähe von Formalin lagern.
  • Im Winter frostsicher verpacken, im Sommer evtl. kühlen.
  • Aussagekräftige Werte nur bei Proben, die nicht älter als 48 Stunden sind. 

Klinische Chemie aus Serum oder Heparin-Plasma

Ein baldiges Abzentrifugieren führt zu besseren Untersuchungsergebnissen, da die Gefahr der durch den Transport bedingten Hämolyse vermindert ist. Serum sollte allerdings mindestens 30 min stehen, um ein vollständiges Durchgerinnen der Probe zu gewährleisten.

Serumproben können auch gefroren versendet werden, dann kommen sie gekühlt im Labor an. Wiederholtes Einfrieren / Auftauen sollte jedoch unbedingt vermieden werden.

Glucose- und Lactatbestimmung

  • nur aus Natrium-Fluorid- oder Natrium-Oxalat-Blut möglich
  • Probenröhrchen maximal bis zur Markierung befüllen

Gerinnungsparameter

  • Die Bestimmung erfolgt aus Na-Citrat-Plasma, welches aus Citratblut mit einem Mischungsverhältnis von 1:10 (1 Teil Natrium-Citrat + 9 Teile Blut) gewonnen wird. Das Zentrifugieren sollte in der Praxis erfolgen.
  • Werden kommerzielle Röhrchen mit Citrat-Vorgabe benutzt, so muss vor der Entnahme auf das Verfalldatum geachtet werden, abgelaufene Röhrchen dürfen nicht mehr verwendet werden, da hier mit verfälschten Ergebnissen zu rechnen ist. Während der Entnahme ist exakt auf die Füllhöhe (Markierung auf dem Röhrchen) zu achten.
  • Sind keine kommerziellen Röhrchen vorhanden, so kann Natriumcitrat 3,13 %ig in einer Spritze vorgelegt werden.
  • Es dürfen keine heparinisierten Kanülen oder Katheter verwendet werden.